LESEMONAT APRIL 2019

Da ist er, der Lesemonat April. Dieses Jahr 2019 steht wirklich bei mir unter dem Bücher-Stern. Ich bin irgendwie im Flow, oder wie nennt man das am Besten?

Fünf Bücher sind es im April geworden, die ich zu meiner Gelesen-Liste hinzufügen kann. Im Vergleich zu den letzten Monaten sind fünf Bücher nicht überraschend, aber auch keine Meisterleistung. Zum Ende des Monats April lief es bei mir allerdings schleppend, was wohl auch an dem aktuellen Buch liegt, in das ich irgendwie nicht wirklich rein finde. Wenn ich es im Mai dann endlich mal fertig lese, werdet ihr dann das nächste Mal davon hören.

Jetzt aber zu den Büchern, die ich im April gelesen habe:

1) Von Dale Carnegie hatte ich schon des Öfteren gehört, aber soweit ich mich erinnern kann nie ein Buch gelesen. „Wie man Freunde gewinnt“ war damit das erste Buch, das ich von diesem Autor in den Händen hatte. Bei mir macht auch viel die Aufmachung und Optik des Buches aus, und so hatte mich dieses zunächst nicht angesprochen. Optisch gefällt es mir einfach nicht. Der Inhalt hingegen – und um den geht es ja schließlich – hat mir wirklich gut gefallen.

Wenn Sie wollen, dass Ihnen die Menschen aus dem Wege gehen, hinter Ihrem Rücken über sie lachen oder sie gar verachten […] hören Sie nie jemandem längere Zeit zu. Sprechen Sie unablässig von sich selber. Wenn Ihnen etwas in den Sinn kommt, während der andere noch spricht, dann warten Sie nicht, bis er ausgeredet hat: Fallen Sie ihm ins Wort und unterbrechen Sie ihn mitten im Satz.

aus Dale Carnegie „Wie man Freunde gewinnt“, Seite 125

Dieses Buch liest sich nicht besonders einfach, und viele der Inhalte und Weisheiten sind einem schon gängig, dennoch bringt es viele Aha-Momente und Erkenntnisse, die zumindest mir für längere Zeit im Kopf bleiben.

 

2) Den Vorschlag zu Jesse Browners „Alles geschieht heute“, habe ich in einer Flow-Zeitschrift zu Beginn des Jahres entdeckt und mir auf meine Merken-Liste notiert. Im April habe ich es dann letztlich verbilligt über einen Online-Shop gekauft. Für mich war es ein wirklich angenehmes, seichtes Buch, das ich im Endeffekt gerne gelesen habe. Es hat mir aber nicht viel mitgegeben. Zumindest im Vergleich zu anderen Büchern, die ich so lese. Aber für ein „Ich möchte einfach nur etwas lesen, ohne groß nachdenken zu müssen“-Gefühl kann ich es definitiv empfehlen.

Wie das funktionierte? Je mehr man dachte, umso mehr dachte man, man sollte weniger denken, und je mehr man fühlte, umso mehr dachte man, man sollte weniger fühlen? Das Schlimmste daran war, dass diejenigen, die wirklich weniger dachten und fühlten, nicht unter solchen Minderwertigkeitskomplexen zu leiden schienen – kluge Menschen wünschten sich, mehr wie die Dummen zu sein, doch die Dummen offenbar nie, klüger zu sein. Gerecht war das nicht.

aus „Alles geschieht heute“ von Jesse Browner, Seite 69

 

3) Wer hätte es gedacht…auch im April soll natürlich wieder ein Buch von John Strelecky in meiner Leseliste auftauchen. Diesmal das von allen Seiten hochgelobte „The Big Five For Life“. Jetzt muss ich den ein oder anderen hier aber sicherlich enttäuschen, denn dieses Buch ist in meinen Augen bei weitem nicht das beste Buch von John Strelecky. Geschmäcker sind ja bekanntlich – und auch zum Glück – verschieden. Und ganz und gar furchtbar fand ich das Buch außerdem auch nicht. Ich bin dennoch froh es gelesen zu haben und hatte es auch beinahe so schnell wie seine bisherigen Bücher durchgelesen. Es hat mich weder gelangweilt, noch aufgeregt und ich hatte auch nie den Gedanken „wann habe ich es denn endlich durch“. Nein, es ist durchaus ein lesenswertes und sehr schönes Buch. Nur ist es in meinen Augen einfach nicht das Beste von John Strelecky.

Es gehört zu den eigenartigsten Dingen im Leben, dass wir glauben, unsterblich zu sein. Wir denken, wir könnten Dinge verschieben, weil wir immernoch Zeit und Gelegenheit dazu haben werden. […] Man muss tun, was man möchte, solange man es noch kann.

aus „The Big Five For Life“ von John Strelecky, Seite 126

 

4) In eine ganz andere Kategorie zählt das Buch „Liebes Kind“ von Romy Hausmann, das ich im April zwar nicht gelesen, aber gehört habe. Ziemlich schnell wurde ich von diesem Buch über soziale Plattformen angefixt und ziemlich schnell hatte ich es mir auch gekauft und angefangen zu hören. Obwohl ich eigentlich überhaupt kein Fan oder eher Suchti nach Thrillern bin, bin ich um dieses irgendwie trotzdem nicht herumgekommen. Und was soll ich sagen, außer: Ihr solltet es euch wirklich schleunigst kaufen.

Da ich es als Hörbuch gekauft habe, kann ich sagen, dass mich vor allem die verschiedenen Erzähler-Stimmen wirklich fasziniert und auch abgeholt haben. 10 Stunden reine Hörzeit und ich war nicht nur ziemlich oft und weit draußen spazieren, sondern auch wirklich schnell durch, weil ich es einfach spannend fand.

Ich finde dass die „Beschreibung“

Dieser Thriller beginnt, wo andere enden

wirklich genug aussagt.

 

5) Hermann Scherer „Glückskinder – Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen“.

Am allerletzten Tag des Monats April bin ich mit diesem Goldstück fertig geworden. Wie ich auf dieses Buch gestoßen bin, weiß ich überhaupt nicht mehr, aber ich bin froh es zu haben. Es liest sich sehr leicht und hat wieder vielen „Weiß ich schon“-Momenten einige „Aha-Effekte“.

Ich stelle mir vor, ich bin ein Cowboy im Wilden Westen und reite nach Santa Fe. Bei Fort Defiance am Window Rock bemerke ich, dass mein Pferd tot ist. Und dann? Ja, dann will ich doch immer noch nach Santa Fe. Nur weil mein Pferd tot ist, ändere ich doch nicht mein Ziel! Ich tausche das Pferd aus, nicht mein Ziel! Ich senke nicht meine Ansprüche, ich ändere die Strategie.

aus Hermann Scherer „Glückskinder“, Seite 78

Ich sage das wirklich oft, aber diesmal glaube ich, dieses Buch könnte sich zu meinen Lieblingen einreihen. Ich mag es, wenn man immer mal wieder darin blättern kann, um zum Beispiel schlaue Sprüche oder Weisheiten hervorzuholen.

 

Das war mein Lesemonat April. Ich freue mich von euren Meinungen zu den einzelnen Bücher zu hören, wenn ihr sie bereits gelesen habt. Und ich begrüße natürlich auch jegliche Buchvorschläge. Das Jahr ist schließlich noch lang 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s